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SKI-HEIL durch den WINTER

Geschrieben von webadmin am 22.12.14 um 7:39 Uhr • Artikel lesen

Die häufigsten Wintersportverletzungen geschehen beim alpinen Skifahren, gefolgt vom Snowboarden. Die Gründe dafür sind vor allem mangelnde Fitness, Selbstüberschätzung, Alkohol, riskantes Fahren und unzulängliche Ausrüstung. Durch eine geeignete Vorbereitung und angemessenes Verhalten auf der Piste ließen sich die meisten Unfälle und Verletzungen vermeiden.

Fitness ist die beste Verletzungsprophylaxe. Wer völlig untrainiert und ohne Kondition auf die Piste geht, riskiert seine Gesundheit. Am besten wäre es zwar, wenn man schon lange vor der Skisaison Kraft und Ausdauer trainiert, aber auch jedes kurzfristige Training ist besser als gar kein Training. „Besser spät trainieren als gar nicht. Man sollte wenigstens vor dem Skiurlaub zwei bis dreimal pro Woche an seiner Kraft und Ausdauer arbeiten, um den Körper auf das Skifahren vorzubereiten. Vor allem im Kraftbereich lassen sich auch in kurzer Zeit schnell Erfolge erzielen“, sagt Prim. Dr. Rüdiger Kisling, Leiter des Institutes für Physikalische Medizin und Rehabilitation am AKh Linz und Teamarzt des ÖSV Am wichtigsten sind Übungen für die Oberschenkelmuskulatur (z.B. Kniebeugen), damit die Muskeln nicht nach kurzer Zeit am Hang zu „brennen“ beginnen.

Aufwärmen

Bevor man sich die Ski anschnallt, sollte man Aufwärmübungen machen, z.B. Kniebeugen, den Rumpf mobilisieren, Lockerungs- und Dehnungsübungen. „Wenigstens fünf Minuten sollte man dafür aufbringen. Die meisten Skifahrer unterschätzen es, wie wichtig das zur Verringerung ihres Verletzungsrisikos ist. Aufwärmen durchblutet die Muskeln und macht Körper und Geist bereit, sich der Aufgabe zu stellen“, sagt Kisling. Aufwärmen sollte man sich auch nach einer längeren Rast und bei eisiger Kälte.

Ausrüstung

Knieverletzungen sind die häufigsten Verletzungen bei Skifahrern. Vor allem die Bänder (Kreuzbandriss) sind betroffen. Aufgrund des harten Kunstschnees häufen sich auch Schulter- und Oberarmbrüche. Häufig sind auch Wirbelsäulenverletzungen und Verletzungen von Ellbogen, Handgelenk und Schultern (verursacht durch den Versuch, sich bei einem Sturz abzustützen).

Die richtige Ausrüstung kann viele Verletzungen verhindern. Kisling: „Wer Hirn hat, der schützt es. Ganz wichtig ist es, einen Helm zu tragen, er kann zwar Verletzungen nicht immer verhindern, er beugt aber in den meisten Fällen dramatischen Kopfverletzungen vor. Leider gilt die Helmpflicht in Österreich nur bis zum 14. Lebensjahr und schließt die Risikogruppe der Burschen und jungen Erwachsenen nicht mit ein. Auch Erwachsene sollten unbedingt einen Helm tragen. Und zwar für ihre eigenen Sicherheit und als Vorbildwirkung.“

Auch Rückenprotektoren werden immer mehr zum Standard, man kann damit vielen Verletzungen vorbeugen. Die Protektoren sind häufig bereits in die Jacken eingearbeitet und inzwischen gut zu tragen. „Kein Profi würde ohne Rückenschutz auf die Piste gehen. Protektoren und Helm sind die Basics für jeden Wintersportler, der auf sich hält“, sagt der ÖSV-Arzt. Snowboarder sollten zusätzlich Handgelenkschützer verwenden, da sie häufig auf Hände und Arme fallen und sich dabei verletzen.

Richtige Ski-Wahl

Die Wahl der richtigen Ski sollte man mit einem Fachmann besprechen. Wenn z.B. jemand nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder sich auf die Piste begeben möchte, sollte er nicht zu harte Allroundski für Wiedereinsteiger verwenden. Die Länge der Ski sollte zwischen Mund und Stirn liegen. Will jemand kurze Schwünge fahren, eignen sich dafür eher kurze Ski. Schnelle Modelle mit schmaler Taillierung sollten nur fortgeschrittene Fahrer verwenden. Auch Kinder sollten Ski mit der richtigen Länge bekommen. Die Tendenz, Kinder in Schuhe und Ski quasi hineinwachsen zu lassen, geht auf Kosten ihrer Sicherheit. Auch sollte man die Ski-Bindung vor dem Saisonstart im Fachgeschäft einstellen und die Ski auf ihre Funktionstauglichkeit überprüfen lassen. Die Bindung sollte jedes Jahr nachjustiert werden.

Burschen und junge Männer als Risiko

Junge Männer und Burschen im Alter von 16 bis 20 Jahren tragen durch ihr Verhalten ein höheres Verletzungsrisiko als andere Gruppen. Bei ihnen treffen häufig mehrere Risikofaktoren aufeinander. Sie neigen dazu, sich und ihr Fahrkönnen zu überschätzen, sie fahren risikobereit, sind zu schnell unterwegs, trinken manchmal in der Skihütte zu viel Alkohol und tragen seltener einen Helm, weil sie das für uncool halten. Mit diesen Faktoren gefährden viele nicht nur sich selbst, sondern sie sind auch eine Gefahr für die anderen Pistenbenützer.

Alkohol, nein danke

„Wer fährt, sollte absolut keinen Alkohol trinken. Das sollte nicht nur für das Auto, sondern auch für das Skifahren gelten“, appelliert Kisling an die Vernunft aller Beteiligten. Alkohol führt zu einer krassen Selbstüberschätzung und gaukelt eine nicht existierende Sicherheit vor. Es verleitet auch zu schnellem Fahren. Gepaart mit einer verzögerten Reaktionszeit und Müdigkeit sind Unfälle in alkoholisiertem Zustand quasi vorprogrammiert.

Fahrverhalten

Das Fahrtempo sollte man dem eigenen Können anpassen. Vor allem zu Beginn sollte man vorsichtig ausloten, wie es mit den eigenen Fähigkeiten tatsächlich aussieht. Wenn man schon längere Zeit nicht mehr auf Skiern gestanden ist, muss man sich erst wieder Zug um Zug an die Technik und das Fahrgefühl erinnern. Die ersten Fahrten zeigen, auf welchem Niveau man sich befindet. Langsam beginnen, regelmäßige Pausen einlegen und nicht bis zur Erschöpfung fahren, sonst drohen Unfälle und Verletzungen.

Da man sich die Piste meist mit vielen anderen Skifahrern teilen muss, ist ein umsichtiges Fahrverhalten nötig, um keine Kollisionen zu verursachen. So wie auf der Straße, kann man mit einem vorausschauenden Verhalten Unfälle verhindern. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das Verhalten der anderen Teilnehmer beachten, z.B. ob jemand offensichtlich alkoholisiert oder viel zu schnell (oder zu langsam) unterwegs ist.

Und immer wieder der Appell: Das Einhalten der Pistenregeln sollte selbstverständlich sein. Verlassen Sie die präparierten Pisten nicht, ansonsten setzten Sie sich und andere einer unnötigen Lawinengefahr aus.

Richtige Pistenwahl

Auch den Schweregrad der Piste sollte man beachten. Fährt man auf einer zu schweren Piste, führt das nicht nur zu einem erhöhten Sturzrisiko, weil man rasch die Kontrolle über die eigenen Fahrt verlieren kann, man fährt dann oft auch zu langsam und stellt ein Hindernis für die schnelleren Fahrer dar, wodurch das Kollisionsrisiko steigt. Berücksichtigen sollte man natürlich auf die Beschaffenheit der Piste. Ist es eisig, wird man leichtere Pisten wählen als bei guter Schneelage.

Letzte Abfahrt

Die gefährlichste Zeit auf der Piste ist die letzte Abfahrt. Auch wenn man es oft nicht merkt, der Körper ist meist schon müde und zu diesem Zeitpunkt haben manche auch bereits einen „Jagatee“ oder ähnliches konsumiert. Auch sind knapp vor Liftschluss oft besonders viele Skifahrer auf der Piste. Schnallt man sich in diesem Zeitpunkt nochmals die Bretter an, ist das statistisch gesehen der Augenblick der meisten Unfälle. „Also langsam und sicher den Ski-Tag beschließen, statt ein letztes Mal zu versuchen, besonders schnell oder elegant zu fahren, denn das gelingt zu dieser Zeit ohnehin nicht mehr“, so Kisling.

Achtung nach dem Einkehrschwung: Nicht vergessen, die Schuhschnallen wieder korrekt zu schließen und diese auf „Fahren“ stellen. Alles andere bedeutet ein Sturzrisiko.

Regernation

Für viele Menschen ist ein Tag auf der Piste ein außergewöhnliches Ereignis in dem Sinn, dass sie eben nur sehr selten Wintersport betreiben. Da so ein Tag den Körper in ungewohntem Ausmaß beansprucht, sollte man auch an die Regernation danach denken (vor allem, wenn man am nächsten Tag wieder Ski fahren möchte). Regernation kann bedeuten: In die Sauna gehen, eine Massage genießen, ein heißes Bad nehmen und auch ausreichend schlafen. „Dauert der Skiurlaub eine Woche, sollte man einen skifreien Tag einplanen und diesen Tag zur Erholung nützen“, rät Kisling.

Ein Beitrag aus dem Internetmagazin FORUM GESUNDHEIT von Dr. Thomas Hartl

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