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Gelenksschmerzen – Irrtümer und Mythen

Geschrieben von webadmin am 04.02.17 um 9:12 Uhr • Artikel lesen

Laut Österreichischer Schmerzgesellschaft leidet die Hälfte der Bevölkerung über 50 Jahren zumindest fallweise unter Gelenkschmerzen. Über bestehende Irrtümer und Mythen zum Thema Ursachen von Gelenkschmerzen sprachen wir mit Dr. Florian Dirisamer und Dr. Christian Patsch, beide Fachärzte für Orthopädie an der Klinik Diakonissen Linz.

Gelenkschmerzen sind eine Frage des Alters 

Häufig wird angenommen, dass Gelenkschmerzen im Alter zwangsläufig auftreten, weil sich die Gelenke im Laufe der Jahre abnutzen würden. Gelenkschmerzen seien bei älteren Menschen daher normal.

Das ist falsch. Ist ein Gelenk mechanisch in Ordnung (gibt es keine Fehlstellungen etc.) und wird es ausreichend bewegt, so ist es durchaus möglich, beschwerdefrei bis in hohe Alter zu bleiben. Richtig ist zwar, dass sich die Gelenke mit der Zeit abnutzen, ein üblicher Verschleiß führt aber nicht per se zu Schmerzen. „Schmerzhaft wird es erst dann, wenn das Gleichgewicht im Gelenk gestört ist. Das kann zum Beispiel durch eine entzündliche Erkrankung oder nach Verletzungen der Fall sein“, sagt Dirisamer. Das Alter alleine führt also zu keinen schmerzhaften Gelenkserkrankungen. Um diesen positiven Zustand möglichst lange aufrecht zu erhalten, sollte man sich auch im Alter viel bewegen, um die Muskulatur, die Sehnen, Bänder, Knorpel gut in Schuss zu halten.

Bewegung schädigt Knorpel und Gelenke 

Mythos: Wenn man sich viel bewegt und sportelt, nützen sich die Knorpel ab und das führt zu schmerzenden Gelenken. Besser ist es daher, sich wenig zu bewegen, um seine Gelenke nicht zu belasten.

Das ist falsch. Ein Knorpel braucht Bewegung, um seine Gelenkfunktion überhaupt erfüllen zu können. Denn nur durch regelmäßige Belastung kann er Nährstoffe aufnehmen. „In Tierversuchsstudien hat sich gezeigt, dass fehlende Bewegung den Knorpel sogar schädigt, und dass sich auch ohne Bewegung Arthrose bilden kann. Bewegungsmangel führt zudem zu Übergewicht und damit zu Überlastung der Gelenke“, sagt Patsch.

Extreme Belastung ist schädlich 

Mythos: Extreme ausdauernde Bewegung (z.B. viele Kilometer laufen) schadet den Gelenken und führt zu Schmerzen.

Das ist zum Teil richtig. Während regelmäßige, moderate Belastung gut ist, ist Überlastung schlecht, vor allem für Muskeln und Sehnen. Bewegt sich z.B. ein Läufer zwar richtig, aber extrem viel, so schadet das seinen Gelenken meistens nicht, bereitet aber sehr wohl Muskeln und Sehnen Probleme. „Das sogenannte Läuferknie wird zwar als Gelenksschmerz empfunden, ist in der Regel aber ein Problem der Weichteile“, sagt Patsch. 

Sport ist (Gelenks-) Mord 

Mythos: Sport schädigt die Gelenke.

Wird eine Sportart richtig ausgeübt, führt dies zu einer Belastung der Gelenke, schadet aber nicht. Sport ist jedoch dann gelenkschädigend, wenn ein Störfaktor hinzukommt. Beispiel: Mit O-Beinen Fußball zu spielen, kann auf Dauer die Kniegelenke überlasten, vor allem wenn gleichzeitig Meniskusverletzungen bestehen. Ebenso wie das Laufen mit falschen Schuhen oder mit falschem Laufstil. „Die Wahl der Sportart ist wichtig. Vor allem für Wiedereinsteiger ist eine sportorthopädische Beratung von Vorteil. Wenn jemand mittleren Alters mit bekanntem Knorpelschaden nach langer Pause wieder mit dem Laufsport beginnen möchte, sollte das sehr dosiert erfolgen. Möglicherweise ist es besser, zuerst ein gewisses Konditions- und Kraftniveau mit Radfahren aufzubauen, und erst dann schrittweise auf den Laufsport umzusteigen. Auch Koordinationstraining macht vorbeugend viel Sinn“, sagt Dirisamer.

Übergewicht 

Mythos: Übergewicht und vor allem Adipositas (starkes Übergewicht) erhöht das Risiko einer Arthrose, weil durch das hohe Gewicht die Gelenke zu stark belastet werden.

Es ist grundsätzlich richtig, dass Übergewicht eine Mehrbelastung der Gelenke bedeutet. Steigt man etwa eine Stiege hinauf, dann führt dies zu einem hohen Druck hinter der Kniescheibe. Ein großes Körpergewicht verstärkt diesen Druck noch weiter. Das Gewicht alleine kann jedoch häufig lange von den Gelenken kompensiert werden. „Anders sieht es allerdings aus, wenn zusätzlich weitere Faktoren wie etwa eine Fehlstellung eines Gelenks besteht. Diese Summation kann das Voranschreiten degenerativer Gelenkerkrankungen dann mitunter deutlich beschleunigen“ so Experte Patsch. 

Salben wirken Wunder 

In Medien werben viele Anbieter mit Salben und versprechen, mit ihren Produkten Gelenkschmerzen zu heilen. „Salben können Symptome wie Überwärmung oder Schwellung durchaus positiv beeinflussen, eine manifeste Gelenkerkrankung aber sicher nicht heilen – Wundersalben gibt es leider nicht. Salbenanwendungen spielen eine gewisse Rolle und werden von vielen Patienten sehr geschätzt, man sollte aber keine falschen Erwartungen wecken “, sagt Dirisamer. 

Gelenkschmerzen durch Übersäuerung 

In Medien werben Anbieter mit Basenpulver und ähnlichen Präparaten. Sie verweisen darauf, dass Gelenkschmerzen häufig auf Übersäuerung zurückzuführen seien und ein basischer Ausgleich daher die Probleme lösen würde.

Das ist teilweise richtig. Falsch ist die Behauptung, dass Gelenkschmerzen generell auf Übersäuerung zurückzuführen sind. Richtig ist, dass bestimmte entzündliche Gelenkerkrankungen (zum Beispiel Gicht) im Zusammenhang mit Übersäuerung stehen und zu Schmerzen führen können. Bei der Gicht liegt ein erhöhter Harnsäurespiegel vor. „Bevor man zu basischen Nahrungsergänzungsmitteln greift, sollte man unbedingt die Ursache der Schmerzen abklären und zum Beispiel den Harnsäurespiegel messen lassen. Liegt keine Übersäuerung vor, ist der Kauf solcher Produkte nicht notwendig“, sagt Dirisamer. Bei Problemen mit einem hohen Harnsäurespiegel sollte man seine Ernährungsgewohnheiten langfristig ändern und Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Käse etc. reduzieren und stattdessen basische Lebensmittel (z.B. Gemüse) verstärkt in seinen Speisplan integrieren.  

Schmerzt das Gelenk, muss es einen Schaden haben 

Das ist nicht richtig. Bei akuten Schmerzen kann es sich auch um eine reaktive Gelenksentzündung ohne strukturelle Gelenksschädigung handeln. Das bedeutet, dass die Schmerzen ohne bleibende Schäden wieder abklingen können. Oft ist das der Fall, wenn eine banale Virusinfektion (Schnupfen etc.) vorliegt und diese kurzfristig von einer entzündlichen Reaktion in einem Gelenk begleitet wird. Ein Beispiel ist der Hüftschnupfen (eine plötzlich auftretende, aber vorübergehende Entzündung des Hüftgelenks) der häufig bei Kindern vorkommt. 

Nach der Operation sind die Schmerzen weg 

Die Erwartung, dass eine Operation (z.B. am Knie) die Beschwerden völlig beseitigt, wird mitunter enttäuscht. „Wenn das der Fall ist, dann kann das auch an einer falschen Erwartungshaltung liegen. Daher ist es besonders wichtig, die Patienten vor einer OP gut aufzuklären, welche Erfolge realistisch sind und welche nicht. Bei gelenkersetzenden Eingriffen ist eine schmerzfreie Alltagsbelastung das primäre Ziel, auch eine Sportausübung wird wieder möglich sein. Wenn aber ein Patient mit einem neuen Kniegelenk 100 Skitouren im Jahr machen will, wird seine Erwartung möglicherweise nicht erfüllt werden“, relativiert Dirisamer. Ein anderes Beispiel: Mit einer Knieprothese ist das Niederknien häufig unangenehm. Auch diesbezüglich schützt Aufklärung vor falschen Erwartungen.

Ein Beitrag aus dem Internetmagazin "Forum Gesundheit" von Dr. Thomas Hartl

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